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Covertext:
Bei der Zusammenstellung dieses Programms wurde auf die Chronologie der Texte und die Biographie des Dichters nicht besonders Rücksicht genommen. Zeitgeschichtliche Anstöße, die für viele Deutsche von Brechts bis zu meiner Generation wesentlich waren und unsere Existenzen einschneidend veränderten, sind aus allen Texten Brechts unschwer herauszulesen und geben auch den Texten dieses Programms Zusammenhalt und Struktur. Zwischen zwei Weltkriegen zäh sein poetisches Talent und sein selbständiges Denken, sogar sein Leben verteidigend und vervollständigend, lebte Brecht wie wohl selten einer sein Leben als Folge von Entschlüssen und Absichten, eingebettet in die Hoffnung auf sich ausbreitende soziale Gerechtigkeit auf Erden. Ganz jung dichtete er die „Ballade von den Seeräubern“, in der es heißt:
„Sie morden kalt und ohne Hassen
Was ihnen in die Zähne springt
Sie würgen Gurgeln so gelassen
Wie man ein Tau ins Mastwerk schlingt.
Sie trinken Sprit bei Leichenwachen
Nachts torkeln trunken sie in See
Und die, die übrigbleiben, lachen
Und winken mit der kleinen Zeh.“
Am Ende seines Lebens, mit ausgestrecktem Arm auf die zeigend, die „Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, ... in aller Öffentlichkeit vorbereiten ...“, äußerte er sich in der „Rede anläßlich der Verleihung des Lenin-Preises ,Für Frieden und Verständigung zwischen den Völkern‘“ wie folgt: „Die Völker, die sich eine sozialistische Wirtschaft erkämpft haben, haben eine wunderbare Position bezogen, was den Frieden betrifft. Die Impulse der Menschen werden friedlich. Der Kampf aller gegen alle verwandelt sich in den Kampf aller für alle. Wer der Gesellschaft nützt, nützt sich selbst. Wer sich selbst nützt, nützt der Gesellschaft.“
Das Programm beschreibt einen Weg durch eine gefährliche und widersprüchliche Welt, der nicht zaghaft, nur kämpferisch zu beschreiten ist, es ist nicht nur Brechts Weg, ihn sind viele gegangen, und keiner, der ihn ging, entging seiner Prüfung.
Ekkehard Schall
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