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Jäger wie sie blasen, reden und singen, das erfährt man am besten von ihnen selbst. Allerdings gehen die Gelegenheiten dafür meist zu schnell vorbei. So freue ich mich, hieran etwas zu verbessern, mit Rudi Fayertaks Hilfe.
Ihm ist auch der Rat zu danken, auf der Schallplattentasche ein wenig über Schwarzwild zu plaudern, als Einstimmung und Vorbereitung für die Erzählung „Ein guter Name verpflichtet“, die er gewohntermaßen als seine Wildschweingeschichte ankündigt.
Ja, die Jagd auf Wildschweine wird von den Freundinnen und Freunden des Weidwerks als außergewöhnliches Ereignis hochgeschätzt, als Kraftprobe und Glücksfall zugleich. Sogar in uralten Sagen ist davon zu hören. Man braucht sich nur an Herakles zu erinnern. Bereits ihm, dem Ideal eines Helden, der unter andauernden Mühen und Kämpfen das Höchste erreicht, wurde die Jagd auf einen wilden Eber abverlangt.
Wie gesagt, Weidfrauen und Weidmänner von heute bestätigen, daß die Schwarzwildjagd immer noch eine besondere Probe des Mutes, der Gewandtheit und des Jägerglücks ist. Und daß gute Wildschweinjagd und guter Braten zusammengehören, darüber weiß schon die germanische Sage vom Eber Sährimnir zu berichten. War er erlegt, gebraten und gegessen, wurde er über Nacht auf zauberische Weise in den unbeschädigten Zustand zurückversetzt, und wieder konnte die Jagd auf ihn losgehen.
In der Jägersprache wird mittlerweile die männliche Sau nicht mehr Eber, sondern Keiler genannt, und zwar vom 3. Lebensjahr an. Wem noch andere weidgerechte Ausdrücke und Bezeichnungen ungewohnt sind, dem wird unser Keilerlexikon weiterhelfen.
So vorbereitet, kann nun endlich begonnen werden mit dem Vortrag der mehrteiligen Erzählung, begleitet von Hörnerklang, Gesang und Weidsprüchen. Wie immer, wenn Rudi Fayertak dahintersteckt, sind Jägerlatein und Wahrheit, sagen wir lieber: Wahrscheinlichkeit, enger miteinander verbunden, als man womöglich erwartet. Und wer Jagdgeschichten ausnahmslos für Lügengeschichten hält, wird bekehrt werden, einigermaßen wenigstens und auf hoffentlich vergnügliche Weise.
Weidmannsheil Horst Dahm
Kleines Keilerlexikon Der Keiler in der Jägersprache
Basse: Starker Keiler.
Blasen: Schreckton der Sauen.
Gebrech: Maul der Sauen
Gewaff: Hervorstehende Eckzähne im Ober- und Unterkiefer des Keilers. Die oberen werden als Haderer, die unteren als Gewehre (Hauer) bezeichnet.
Grob: Gleichbedeutend mit besonders stark, gut, groß wovon der letztgenannte Ausdruck nicht weidgerecht wäre.
Hauendes Schwein: Bezeichnung des Keilers im 6. Jahr.
Hauptschwein: Keiler vom 7. Jahr an.
Keiler: Männliches Schwarzwild vom 3. Jahr an. (Im 1. Jahr wird die männliche Sau als Frischling, im 2. Jahr als Überläufer und im 3. Jahr als Keiler bezeichnet.)
Klappern: Lautäußerung der Sauen, verursacht durch Aufeinanderschlagen der Gewehre und Haderer.
Letzter Bissen: Ein Laub- oder Nadelbaumzweig, etwa handlang, der in der Nähe des erlegten Keilers abgebrochen und ihm durch das Gebrech gesteckt wird. Pürzel: Schwanz der Sauen.
Sau: Allgemeiner Ausdruck für ein Stück Schwarzwild.
Schwarte: Haut der Sauen.
Spitz: Wild steht spitz, wenn es seiner Längsachse nach dem Schützen zu- oder abgewandt steht.
Stark: Gut entwickelt, z. B. starker Keiler.
Waffen: Gleichbedeutend mit Gewaff.
Wind: Bezeichnung für Luftbewegung.
Literaturnachweis:
Boback. Alfred Willy: Das Schwarzwild, Radebeul 1967;
Lemke, Karl: Weidwerk. Lexikon, Berlin 1981.
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Das hohe Wecken
Jagdsignal
Was läßt die Jungfrau mit tiefem Seufzer schnaufen?
Weidspruch nach F. von Kobell
Die schwarzbraune Hexe
Lied. Text und Melodie überliefert
Arrangement: Hartmut Behrsing
Wie die Jagd auf ein Hauptschwein wohl am besten zu machen sei
Weidspruch, überliefert.
Trara, so blasen die Jäger
Jagdkanon für Hörner, überliefert
Waldlust
Lied. Text überliefert.
Melodie und Arrangement
Hartmut Behrsing
Ein guter Name verpflichtet
Erzählung von Horst Dahm
Teil I: Außergewöhnliche Begegnung
Aufmunterung zum Treiben
Jagdsignal
Teil II der Erzählung:
Sonntagsjagd mit Nachreden
Die Jagdzeit bricht an
Spielstück für Jagdhörner von Willibald Winkler.
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Jägerklang
Spielstück für Jagdhörner von Manfred Patzig
Teil III der Erzählung:
Geräusche in der Stille
Das Ganze Langsam treiben
Jagdsignal
Teil IV der Erzählung:
Jägerglück
Sau tot
Jagdsignal
Wie lieblich schallt
Lied, Text: Christoph von Schmid;
Melodie: Friedrich Silcher
Arrangement: Hartmut Behrsing
Sammeln der Jäger
Jagdsignal
Welches sind die schönsten Farben drei?
Weidspruch, überliefert
Im Wald und auf der Heide
Lied. Text: Wilhelm Bornemann;
Melodie: F. L. Gehricke
Arrangement: Hartmut Behrsing
Was ist grüner als der Klee?
Weidspruch, nach H. F. von Flemming
Jägerfreuden
Spielstück für Jagdhörner von Marianne Patzig
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Gesang: Gerry Wolff
Leser: Klaus Piontek
Rezitatoren: Gerald Schaale, Walter Wickenhauser
Jagdhörnerklang mit Liedern, Sprüchen und Erzählungen
aus Rudi Fayertaks Pirschbüchlein
Jagdhörner: Bläsergruppe des Zentralen Orchesters der Forstwirtschaft;
Leitung: Franz Stoy
Liedbegleitung: Bläsergruppe der Komischen Oper, Berlin
Leitung: Hartmut Behrsing
Auswahl, Zusammenstellung und Bearbeitung der Weidsprüche: Horst Dahm
Wortregie: Jürgen Schmidt
Tonregie: Karl Hans Rockstedt |
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