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Covertext:
Hans Christian Andersen (2. 4. 1805 - 4. 8. 1875)
Der dänische Dichter war Sohn eines armen Schuhmachers und einer Waschfrau. Gönner ermöglichten dem 17jährigen Talent den Besuch der Lateinschule und später vielfältige Bildungserlebnisse. Er schrieb Reiseschilderungen, Gedichte und Romane, die zu ihrer Zeit viel gelesen wurden, aber heute fast vergessen sind. Zu Weltruhm gelangte er durch seine inzwischen in hundert Sprachen übersetzten Märchen mehr als 150 an der Zahl, die zwischen 1835 und 1873 erschienen.
Anfangs benutzte er als Vorlagen dänische Volksmärchen, gestaltete dann aber meist eigene Stoffe. Alle seine Märchen beziehen ihre poetische und moralische Kraft aus des Dichters Sehnsucht nach einer gerechteren Weltordnung, in der die soziale Stellung und Lage des Menschen nicht vom Adel der Geburt, sondern vom Adel der Gesinnung abhängig sein müssen. Für uns Heutige manchmal schwer nachvollziehbare romantisch-sentimentale Aussageelemente stehen neben starken, aus sensibler Lebensbeobachtung abgeleiteten und von humanistischem Ethos getragenen realistischen Tendenzen, die seinen bekanntesten Märchen wie etwa der „Schneekönigin“ die Wirkung von Volksmärchen verleihen. Sie verraten jedoch, im Unterschied zu echten, nach der mündlichen Überlieferung aufgeschriebenen Volksmärchen, in Erzählweise und die unverwechselbare Handschrift einer Dichterpersönlichkeit.
(Angaben nach: Lexikon fremdsprachiger Schriftsteller, Leipzig 1977)
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