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Covertext:
In Frankreich wird einem König und einer Königin ein Sohn geboren. Prinz Riquet. Er ist häßlich. Aber eine Fee prophezeit ihm großen Verstand. Und sie versieht ihn mit einer besonderen Gabe ...
Zur gleichen Zeit bekommen König und Königin des Nachbarreiches eine Tochter. Prinzessin Mirabelle. Sie ist wunderschön. Doch die Fee sagt ihr Dummheit und Ungeschick voraus. Und verleiht auch ihr eine besondere Gabe ...
Die Jahre vergehen. Schon bald ist Riquet ein wegen seiner Klugheit und geistvollen Ausstrahlung bewunderter Jüngling. Sobald er auftritt und spricht, ist seine Häßlichkeit fast vergessen. Seine Zuhörer sind von ihm begeistert. Nicht so bei Mirabelle. Sie wächst heran wie vorausgesagt: ungeschickt und dumm. Ihr schönes Aussehen kann darüber nicht hinwegtäuschen. Man lacht sie aus. Hilflos und einsam ängstigt sie sich vor ihrer Zukunft. Da bekommt Prinz Riquet ein Bild der Prinzessin Mirabelle zu Gesicht ...
Der Franzose Perrault hat vor 300 Jahren das Märchen „Riquet mit dem Schopfe“ (Riquet a la houppe) geschrieben, mit einem Feenzauber am Anfang und einem Schluß ohne Fee, aber voller Zauber. Wir haben das Märchen gelesen und unsere Geschichte daraus gemacht. Ein Spiel, wie es gewesen sein könnte damals am Hof in Frankreich, wenn aufeinandertreffen Klugheit und Dummheit, Feengabe und Menschenbegabung, der äußere Schein und das wahre Sein, und Liebe ...
K. L.
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